Naturschutzgroßprojekt - Thüringer Rhönhutungen

Maßnahmen

Öffentlichkeitsarbeit

Information der Öffentlichkeit über das Projekt bei einer Führung (Foto: C. Haubensack)
Information der Öffentlichkeit über das Projekt bei einer Führung (Foto: C. Haubensack)

Die Bevölkerung wird regelmäßig über durchzuführende Maßnahmen und den Fortgang des Projekts informiert. Dies geschieht über die regionale Presse, die Projektbroschüre, verschiedene Ausstellungen, 2x jährlich erscheinende Newsletter sowie Veranstaltungen und Führungen im Projektgebiet.

Einbindung der Bevölkerung

Zu Beginn des Projektes wurden von den Akteuren der Region in den Fachbereichen Naturschutz, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Regionale Entwicklung Arbeitsgruppen gebildet, die von Anfang an das Projekt begleiteten. Für die Grundlagenerhebung wurden ortskundige Kenner der heimischen Flora und Fauna mit einbezogen. Eine Projektbegleitende Arbeitsgruppe (PAG) wirkte während der gesamten Planugsphase des Projektes mit. Die PAG setzt sich aus VertreterInnen des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Natur­schutz und Umwelt (TMLNU), des Landschafts­pflegeverbandes „BR Thüringische Rhön“ e.V., des mit der Planung beauftragten Büros und seiner Auftragnehmer sowie dem mit der Mode­ration beauftragten Dachverband für Landschaftspflege und wei­teren relevanten Behörden und Einrichtungen zusammen. Der Entwurf des Maßnahmenkonzepts wurde offen in der Bevölkerung diskutiert. Die aktive Einbindung der Bevölkerung soll auch in der zweiten Phase des Naturschutzgroßprojektes beibehalten werden. 

Maßnahmen zur Besucherlenkung

Freizeitaktivitäten in sensiblen Bereichen sollen besser gelenkt werden (Foto: S.Schleip)
Freizeitaktivitäten in sensiblen Bereichen sollen besser gelenkt werden (Foto: S.Schleip)

Die Besucherlenkung soll mittels Informationsmaßnahmen wie beispielsweise Hinweistafeln an markanten Stellen erfolgen. Dies dient unter anderem dazu, dass die Menschen Maßnahmen vor Ort beobachten und zugleich über deren Zweck aufgeklärt werden können.

Spezielle Arten- und Biotopschutzmaßnahmen

Blühaspekt der Esparsette (Foto: J.Gombert)
Blühaspekt der Esparsette (Foto: J.Gombert)

Im Projektgebiet gibt es eine Vielzahl gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Neben zahlreichen Orchideenarten kommen verschiedene gefährdete Tagfalter- und Heuschreckenarten vor. Beispielweise hat das Projekt gegenüber dem Streifenbläuling (Polyommatus damon) und der Einknolligen Honigorchis (Herminium monorchis) eine besondere Verantwortung.

Administrative Maßnahmen

Das Ziel ist die Sicherung bedrohter floristischer Standorte und faunistischer Fundpunkte. Aus naturschutzfachlicher Sicht besonders wertvolle Flächen sollen im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes angekauft werden. Somit soll der langfristige Schutz und der Erhalt dieser Bereiche gwährleistet werden.