Verhältnismäßig artenreiche Ackerrandstreifen mit einer Reihe gefährdeter Arten kommen im Kerngebiet 1 vor. Hervorzuheben sind außerdem die Äcker im Umfeld des Lämmerberges (KG6), in deren Randbereichen eine typische und artenreiche basiphile Ackerwildkrautflora mit einer Vielzahl gefährdeter und stark gefährdeter Rote-Liste-Arten nachgewiesen werden konnte.
Um die Segetalflora langfristig zu schützen, wurde eine Kooperation mit dem Projekt „100 Äcker für die Vielfalt“ eingegangen. Mit Mitteln des Naturschutzgroßprojektes konnte bereits eine Fläche bei Wohlmuthausen angekauft werden. Das Projektteam der "100 Äcker" übernimmt mit die weitere Betreuung der Fläche und organisierte die Abwicklung der Ausgleichszahlungen für den Bewirtschafter.
Der Schutzacker am Kirchberg bei Wohlmuthausen ist der erste dieser Art in Thüringen. Am 23. Juni 2010 wurde dieser Acker mit einer eigens dafür angefertigten Infotafel eingeweiht. Neben Vertretern der Koordinierungsstelle des Schutzackerprojekts (Uni Göttingen) waren Vertreter von der DBU (Prof. Dr. W. Wahmhoff), des BMU (Dr. E. Nickel), des TMLFUN (u.a. Minister J. Reinholz) und auch zahlreiche regionale Akteuren der Einladung gefolgt.
Diese Kooperation zeigt, dass sich auch Projekte mit sehr unterschiedlicher Zielsetzung ergänzen können. Während im Naturschutzgroßprojekt das Offenland mit seinen charakteristischen Arten im Fokus steht, zielt das Rettungsnetz auf die Vernetzung verschiedener Wälder ab, in denen sich Wildkatzen wohl fühlen.
Durch Obstgehölzpflanzungen, der Ausgrenzung von Heckengruppen und der Anlage von Reisighaufen an Waldrändern als Versteckmöglichkeit können Beiträge zur Verbesserung der Strukturen entlang der potentiellen Wanderwege geleistet werden.
Ausführliche Informationen zum Rettungsnetz für die Wildkatze finden sie hier.